Am Nachmittag wurden die Landrover stehen gelassen und es wurde sich – mal wieder – sportlich betätigt. Doch gab es im Hochseilgarten eine große Überwindung für viele: die Todesschleuder, wie sie hier genannt wird – ein mehrere Meter hoher freier Fall, der im sicheren Kletterseil endet. Höhenangst, Müdigkeit und Erschöpfung kamen da schonmal zusammen und endeten auch fast in Tränen. Fast. Denn die Teilnehmer der LET-Qualifikation haben scheinbar genug Mut, Kampfgeist und Adrenalin im Blut um hier nicht schlapp zu machen. Das Stresshormon macht ja auch wieder wach, was durchaus ein Argument für den Sprung ins Ungewisse war.

Ich selbst bin von einer anstrengenden Mountainbike-Challenge verschont geblieben und habe es mir in den Wipfeln der Wälder NRWs gemütlich gemacht. Am Anfang selber noch geflashed vom Adrenalin der Todesschleuder, hat es einem nach wenigen Minuten auch nichts mehr ausgemacht, an den Rand der Plattform zu treten und seine Füße zu fotografieren.

Hier habe ich, neben ein paar aufbauenden Worten an die Schleuder-Opfer, hauptsächlich die Teilnehmer fotografiert und, zum Teil zu deren Leid, gefilmt. Ihr seht einen kleinen Ausschnitt, der das Gefühl des heutigen Tages, und vielleicht auch des gesamten Wochenendes vermittelt: an die eigenen Grenzen gehen und sich vor sich selbst beweisen.

Das Blogger-Leben ist in vielen Punkten ein sehr angenehmes. Man lernt die Gruppen und ihre Teilnehmer ziemlich schnell kennen und im Catering-Zelt grüßt einen irgendwann irgendwie jeder und fragt, wo er denn seine Bilder sehen und den Blog lesen kann. An all die Teilnehmer die das hier lesen: Glückwunsch, ihr habt es hierhin geschafft! 🙂

Ich werde mich nun dem Rest des peruanischen Abends widmen. Leckeres Essen (wenn auch nicht die versprochenen Meerschweinchen, wohl zur Freude vieler) gab es vorhin schon, jetzt steht das Dessert auf dem Tisch.

Bis morgen!